Warum ist psychosoziale Unterstützung im Unternehmen wichtig?
Psychosoziale Unterstützung im Unternehmen ist aus mehreren Gründen wichtig:
1. Mitarbeiterwohlbefinden: Eine gute psychosoziale Unterstützung trägt dazu bei, das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern. Wenn Mitarbeiter sich emotional und psychisch unterstützt fühlen, sind sie zufriedener und motivierter.
2. Stressbewältigung: In vielen Arbeitsumgebungen kann Stress ein erheblicher Faktor sein. Psychosoziale Unterstützung hilft Mitarbeitern, mit Stress umzugehen, was zu einer besseren Lebensqualität und höherer Produktivität führt.
3. Teamdynamik: Eine positive psychosoziale Umgebung fördert die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt im Team. Wenn Mitarbeiter sich gegenseitig unterstützen, verbessert sich die Kommunikation und das Arbeitsklima.
4. Prävention von Burnout: Durch frühzeitige Interventionen und Unterstützung können Unternehmen Burnout und andere psychische Erkrankungen vorbeugen. Dies reduziert Fehlzeiten und steigert die langfristige Leistungsfähigkeit.
5. Mitarbeiterbindung: Unternehmen, die psychosoziale Unterstützung bieten, zeigen, dass sie sich um das Wohl ihrer Mitarbeiter kümmern. Dies kann die Mitarbeiterbindung erhöhen und die Fluktuation verringern.
6. Produktivität und Leistung: Psychisch gesunde Mitarbeiter sind in der Regel produktiver und leistungsfähiger. Sie sind kreativer, engagierter und tragen aktiv zum Unternehmenserfolg bei.
Insgesamt ist psychosoziale Unterstützung ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Unternehmenskultur, die sowohl den Mitarbeitern als auch dem Unternehmen zugutekommt.
Neben direkter Unterstützung vor Ort, bietet PEER-Support hier mehrere Qualifizierungsprogramme an. Damit soll eine Lücke in der mentalen Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschlossen werden.
Krisenintervention vor Ort – Psychosoziale Notfallversorgung
Ein Notfall hinterlässt oft mehr als sichtbare Spuren. Für die Betroffenen kann ein solches Erlebnis tiefgreifend sein und ohne gezielte Unterstützung zu langfristigen psychischen Belastungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit führen. Gerade in der akuten Phase nach einem Notfall ist es entscheidend, Menschen nicht allein zu lassen, sondern ihnen Halt, Orientierung und professionelle Unterstützung zu bieten.
Dennoch ist vielen Unternehmen nicht bewusst, dass sie eine klare Verantwortung für die psychosoziale Notfallversorgung ihrer Beschäftigten tragen – und welche konkreten Maßnahmen sie ergreifen können, um ihre Mitarbeitenden wirksam zu schützen.
Das Wichtigste im Überblick
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Unternehmen sind verpflichtet, nach einem Notfall für eine angemessene psychosoziale Akutversorgung zu sorgen.
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Psychische Gesundheitsgefährdungen infolge von Notfällen im Betrieb oder auf dem Weg zur Arbeit sind wie ein Arbeitsunfall zu behandeln.
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Bis zu 30 Prozent der Beschäftigten entwickeln nach einem Notfall psychische Folgeprobleme und fallen längerfristig aus.
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Unternehmen, die ihrer Verantwortung gerecht werden, investieren nachhaltig in die Gesundheit, Stabilität und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden – und stärken zugleich Vertrauen, Bindung und Unternehmenskultur.
Psychosoziale Notfallversorgung ist damit nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern ein Ausdruck von Fürsorge, Verantwortung und zukunftsorientierter Unternehmensführung. Wer die psychische Gesundheit der Beschäftigten nach Notfällen nicht aktiv im Blick behält, riskiert nicht nur hohe Ausfallzeiten, sondern verschenkt wertvolles menschliches Potenzial. Eine frühzeitige psychosoziale Notfallversorgung schützt Mitarbeitende, erhält Know-how im Unternehmen und ist ein zentraler Baustein verantwortungsvoller und zukunftsorientierter Unternehmensführung.
Langfristige Arbeitsunfähigkeit will niemand
Langfristige Arbeitsunfähigkeit ist weder für die Betroffenen noch für Unternehmen tragbar. Studien zeigen, dass 10 bis 30 Prozent der Betroffenen nach einem Notfall aufgrund psychischer Folgeerkrankungen längerfristig ausfallen.
Betriebliches Eingliederungsmanagement
Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitenden zu erhalten oder wiederherzustellen ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Dies gilt sowohl betriebs- und volkswirtschaftlich als auch sozialpolitisch. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des schon spürbaren Fachkräftemangels ist dies ein immer wichtiger werdendes Handlungsfeld.
Für Sie als Unternehmerin oder Unternehmer ist die Arbeitskraft Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von besonderer Bedeutung. Das gilt auch für Beschäftigte mit vorübergehenden oder dauerhaften krankheitsbedingten Einschränkungen. Genau an diesem Punkt setzt das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) an. Kernanliegen des BEMs ist es, Zeiten der Arbeitsunfähigkeit zu überwinden, eine Wiedereingliederung zu erreichen und Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten.
BEM wurde bereits im Jahr 2004 etabliert. Arbeitgebende müssen BEM seitdem verpflichtend anbieten, sofern Beschäftigte in einem 12-Monats-Zeitraum länger als sechs Wochen wiederholt oder am Stück arbeitsunfähig waren. Die Annahme des BEM-Angebots durch die beschäftigte Person ist freiwillig.
Ungeachtet der gesetzlichen Regelung wirft BEM in Betrieben immer noch Fragen auf, die oft dazu führen, dass BEM-Verfahren nicht oder nicht hinreichend umgesetzt werden.
Egal ob Unterstützung, Schulung oder die rechtssicher Umsetzung des BEM. Wir sind Ihr passender externer Dienstleister. Bei Interesse bitte hier anfragen.
Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erhielten nur rund 40 Prozent der potenziell berechtigten Beschäftigten ein BEM Angebot. Davon nahmen fast 70 Prozent das Angebot an. In kleineren Betrieben, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich wird das BEM den berechtigten Beschäftigten sogar seltener als 40 Prozent angeboten.
Quelle: BIBB/BAuA Erwerbstätigenbefragung 2018

Unsere Seminarangebote
Wir bieten Ihnen ein vielfältiges Seminarangebot zu den unterschiedlichen Themenbereichen:
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Fachkraft für psychosoziale Unterstützung im Unternehmen
Mit dieser Qualifizierung kann ein Mitarbeiter als Vermittler und Vertrauensperson im Unternehmen unterstützend im Sinne aller tätig werden, um negativen psychosozialen Entwicklungen im Arbeitsalltag vorzubeugen, oder auf Risiken diesbezüglich aufmerksam zu machen.
Die Fachkraft ist der erste innerbetriebliche Ansprechpartner bei aufkeimenden psychischen oder sozialen Problemstellungen für alle Mitarbeiter und Führungskräfte. Sie wirkt wie ein Seismograph bei Problemen oder akut auftretenden Gefährdungen.
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Seminarbeschreibung
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Ausbildung in psychischer Erste-Hilfe im Unternehmen
Der Kurs vermittelt Ihnen die Grundlagen der betrieblichen psychischen Ersten Hilfe. Außerdem zeigen wir, wie Notfallmanagement nach belastenden Situationen aussehen kann. Erfahren Sie, wie man betriebliche psychische Erste-Hilfe einsetzt sowie welche Chancen und Grenzen sie bietet.
Keinen passenden Termin gefunden. Kein Problem!
Wir erweitern unser Angebot regelmäßig. Teilweise haben wir die Termine aber noch nicht online veröffentlicht, wenn z.B. die letzten Absprachen mit dem Hotel nicht abgeschlossen sind. Sendet einfach eine E-Mail an info@peer-support.de. Ihr möchtet lieber mit uns sprechen? Dann ruft uns unter: 0 21 54 • 87 97 035 an. Gemeinsam finden wir den passenden Termin und Ort. Gerne auch als Inhouse-Seminar bei euch vor Ort.





